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2012 Fruehling 126

Dein Weg

Den Weg, den du vor dir hast, kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen, wie du ihn gehen wirst.
Es ist dein Weg.
Unauswechselbar.
Du kannst dir Rat holen, aber entscheiden musst du.

Hör auf die Stimme deines inneren Lehrers.
Gott hat dich nicht allein gelassen.
Er redet in deinen Gedanken zu dir.
Vertraue ihm und dir.

Nimm dich an.
Sei du die, die du bist.
Sei du der, der du bist.
Erst dann fängst du an, zu werden,
was du sein möchtest.

Versteh deine Schwächen.
Erst dann kannst du mit ihnen arbeiten
und sie zu Stärken verwandeln.
Setz deine Stärken so ein,
dass du noch zerbrechlich bleibst.
Und niemand unnötig abschreckst.

Achte auf deine Unsicherheiten,
sie öffnen die Wege in neues Land.
Glaub, dass du einen Beitrag zu geben hast.
Du wirst wahrscheinlich den Kurs der Welt nicht verändern,
kein Held auf internationaler Szene sein.
Aber da, wo du bist, wirst du als du gebraucht.

Es entsteht ein Loch, wenn du weg bist.
Aber du musst es glauben und dich auch so bewegen:
Nur wenn du du bist
leistet du einen wichtigen Beitrag.

Wenn du Rollen spielst und tust, was alle tun
oder was man von dir verlangt,
dann fehlt niemand, wenn du weg bist,
weil ein anderer die Rolle übernimmt.
Du bist mehr als deine Rolle.
Wer bist Du?

Was du erlebt hast, hat dich geprägt
und dir deine unauswechselbare Sicht gegeben.
Die Entscheidungen, die du getroffen hast,
haben Dir Wege geöffnet
und dafür andere verschlossen.

Die offenen Türen sind nur für dich.
Nur deine Unentschiedenheit wird sie schließen.
Deinen Beitrag zur Welt wird keiner leisten,
weil niemand die Welt so sieht wie du.

Niemand hat deine Fingerabdrücke.
Niemand hat deine Stimme.
Niemand sagt so „ich liebe dich“ wie du.
Niemand glaubt wie du.
Niemand denkt so ans Sterben wie du.
Niemand hat deine Geschichte.
Niemand spürt die gleiche Trauer,
das gleiche Glück wie du.
Niemand ist wie du.
Niemand in deinem Land, auf deinem Kontinent,
auf dem dritten Planeten dieses Sonnensystems,
in der Galaxie, die wir die Milchstraße nennen.
Niemand, weil du einmalig bist.

Von Ulrich Schaffer

     
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Dezember 2011 011
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